Wenn Geld sich nie genug anfühlt und was deine Ahnen damit zu tun haben - Ahnenheilung
- Rocio Stamm
- 27. Feb.
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 30. März
Du arbeitest, du gibst, du bemühst dich und trotzdem fühlt sich Geld irgendwie nie sicher an. Nie wirklich genug. Vielleicht kennst du dieses leise Unbehagen, wenn du eine Rechnung stellst oder das schlechte Gewissen, wenn du etwas für dich ausgibst oder die tiefe Überzeugung, die du gar nicht benennen kannst: „Für mich ist das nichts."
Was, wenn das nicht nur dein Thema ist, sondern eines, das du geerbt hast?
Ahnenheilung: Was steckt eigentlich dahinter?
Wenn ich von Ahnenheilung spreche, meine ich nicht, dass du deine Grosseltern reparieren musst und ich meine auch nicht, dass du in der Vergangenheit feststeckst.
Es geht darum zu erkennen: Wir kommen nicht als leeres Blatt auf die Welt. Wir tragen Muster, Überzeugungen und emotionale Prägungen in uns und viele davon aus Generationen vor uns. Die Forschung zur Epigenetik zeigt, dass traumatische Erfahrungen tatsächlich biologische Spuren hinterlassen können, die weitergegeben werden und was im Körper lebt, lebt auch im Verhalten.
Schamanisch gesprochen bedeutet dies: Die Seelen unserer Vorfahren sind nicht immer in Frieden. Manchmal hinterlassen sie Wunden, die durch uns hindurchwirken, bis jemand in der Linie aufwacht und sagt: "Hier endet dieses Muster".
Geld ist nicht nur eine Zahlenangelegenheit
In unserer Gesellschaft behandeln wir Geld oft wie ein rein rationales Thema. Haushalt, Steuern, Investitionen. Aber für die meisten Menschen ist Geld tief emotional aufgeladen und das aus gutem Grund.
Geld ist Energie. Es steht für Sicherheit, Würde, Freiheit, Zugehörigkeit und genau diese Themen tragen viele Familien über Generationen hinweg als offene Wunden.
Vielleicht hat deine Grossmutter in Armut gelebt und gelernt: Man muss sich einschränken, um zu überleben. Vielleicht wurde in deiner Familie nie über Geld gesprochen, weil es Scham bedeutete, oder Streit. Vielleicht war Reichtum in deiner Herkunftsfamilie moralisch verdächtig: Die Reichen sind gierig. Wir sind anders. Wir sind bescheiden.
Diese Überzeugungen wurden selten laut ausgesprochen. Sie lebten in den Blicken, im Schweigen, in dem, was nie gesagt wurde und du hast sie aufgesogen, weil du ein Kind warst, das geliebt werden wollte und dazugehören wollte.

Erkennst du dich hier wieder?
Hier sind ein paar Muster, die ich in meiner Arbeit immer wieder begegne und die oft tiefer reichen als das eigene Leben:
„Ich darf nicht zu viel wollen." Das Gefühl, bescheiden bleiben zu müssen. Eigene Bedürfnisse klein zu machen, bevor jemand anderes es tut.
„Geld kommt durch Opfer." Die Überzeugung, dass verdienen immer mit Erschöpfung, Verzicht oder Leistung verbunden sein muss, dass es kein Leichtes geben darf.
„Wenn ich viel habe, nehme ich es anderen weg." Ein unbewusstes Schuldgefühl, das Fülle verhindert, besonders wenn die eigene Familie Not kannte.
„Ich bin nicht die Art von Frau, die..." Geld hat, investiert, Preise nennt, verhandelt. Ein unsichtbares Limit, das dich bremst, bevor du überhaupt anfängst.
Kommen dir diese Sätze bekannt vor? Dann lohnt es sich, tiefer zu schauen.
Was Ahnenheilung im Bereich Geld bedeuten kann
Ahnenheilung im Kontext von Geld bedeutet nicht, ein Ritual zu machen und plötzlich reich zu sein. Es ist ein Prozess, ein ehrlicher, manchmal berührender Prozess der Erkundung.
Es beginnt damit, hinzuspüren: Welche Glaubenssätze über Geld lebe ich und woher kommen sie wirklich? Nicht als Vorwurf an die Familie, sondern mit echtem Verständnis dafür, was sie durchgemacht haben.
Dann geht es darum, die Wunden, die durch die Linie fliessen, anzuerkennen und wo möglich zu heilen. Die Grossmutter zu ehren, die in Entbehrung lebte, und gleichzeitig zu sagen: Ich darf anders leben. Ich darf mehr haben. Das ist kein Verrat.
Schlussendlich: eine neue Beziehung zu Geld leben. Nicht als Technik, nicht als nächste Strategie, sondern als echte Veränderung, die sich im Körper zeigt. In der Art, wie du Geld hältst, nennst, empfängst. Wie du dich fühlst, wenn du deinen Preis sagst.
Ein kleiner Einstieg: Eine Frage für dich
Bevor du diesen Artikel schliesst, lade ich dich ein, einen Moment innezuhalten.
Stell dir deine Mutter, deine Grossmutter oder eine andere weibliche Kraft in deiner Linie vor und frag dich: Was war ihre Beziehung zu Geld? Was hat sie mir, ohne Worte, darüber beigebracht?
Lass die Antwort einfach auftauchen. Du musst noch nichts damit tun. Nur bemerken.
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